Storytelling – Tipp der Woche: die Unternehmenskultur pflegen

Vor etwa 2 Jahren hatte mein Auto ein kleines Problem, und ich suchte eine nahe gelegene Vertragswerkstätte auf. Eine Mitarbeiterin begrüßte mich freundlich, wusste aber keine Antwort auf meine Frage. Als Sie ihren, direkt am Schreibtisch hinter ihr sitzenden, Chef zu Hilfe holte, brüllte dieser seiner Mitarbeiterin nur an – ohne dabei aufzustehen, mich als Kundin überhaupt wahrzunehmen oder gar eine fachlich kompetente Antwort abzufedern. Ich suchte schnell das Weite und habe diese Werkstätte nie wieder betreten. Warum? Könnte doch sein, dass dieser Mann eine wahre Koryphäe unter der Motorhaube ist? Mir egal. Denn hier stimmt die Unternehmenskultur nicht. Wer so mit seinen Mitarbeitern umgeht, bekommt mein Geld nicht. So einfach ist das.

Was heute bleibt, ist die Wirkung eines Unternehmens

Im zunehmenden Wettbewerb ist die Unternehmenskultur der entscheidende Faktor für Kunden, sich mit einem Unternehmen zu identifizieren, es zu mögen, dort zu kaufen. Die Produkte sind heute alle vergleichbar. Was bleibt, ist die Wirkung des Unternehmens: Der Erfolg von Unternehmen heute besteht im Erfolg ihrer Kommunikationen – nach innen und nach außen. Nach innen bedeutet das: Ein erfolgreiches Miteinander im Gespräch und im Tun mit den Mitarbeitern, die sich alle über ihre Funktion im Unternehmen bewusst sind und diese gerne und engagiert wahrnehmen. Nach außen bedeutet das: Eine erfolgreiche Gesprächsführungen mit Kunden, Partnern und Zulieferern.

Was der Kunde mag, ist sich mit einem Unternehmen zu identifizieren

Besonders gut gelingt die Kommunikation in Form von Geschichten. Warum? Weil so der Leser oder Zuhörer zum einen das Gefühl hat, teilnehmen zu dürfen an etwas sehr Privaten. Zudem wecken Geschichten Emotionen und Erinnerungen. Sie tragen dazu bei, Sachverhalte verständlich zu vermitteln. Ein sehr wichtiger Faktor, um Nähe zu erzeugen. Storytelling ist also ein Werkzeug, eine Methode um die Aufmerksamkeit anderer Menschen zu gewinnen. An Sachverhalte erinnert sich irgendwann keiner mehr, an eine gute Geschichte schon.

Offenheit als Fundament guter Geschichten

Doch was ist eine gute Geschichte, die man aus dem Unternehmen gewinnen kann? Meistens ist es eine Geschichte, die von Menschlichkeit, von Visionen, Versuchen, Gewinnen und Scheitern handelt. Welche Stolpersteine wurden überwunden? Über welche ist man trotz vorheriger Warnung gefallen? Welche Menschen sind einem im Laufe der Geschichte begegnet und wie wertvoll waren sie für die Gründung des Unternehmens, die Einführung eines neuen Produkts?

Offenheit ist das Zauberwort: Und auch sie ist Teil der Unternehmenskultur: die Offenheit. Wer seine Zuhörer auch in der besten Geschichte auf Abstand hält, wird scheitern. Ende der Geschichte.

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About Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.
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Über Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.

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