Blog-Serie Storytelling für Unternehmen: Teil I: Alle wollen es. Nur wenige begreifen es.

Als ich damals die Interviews für die Jubilare eines hiesigen Familienunternehmens zusammengestellt habe, war mein Ziel: Für jeden Einzelnen einen Text zu schreiben, der dem Leser der Firmenzeitung ein gutes Gefühl mitgibt. Über diese Person, über ihre Erlebnisse und natürlich auch über ihren Arbeitgeber, dem sie zum Teil ihr ganzes Arbeitsleben über treu geblieben sind. jubilare_saldana

Kurz: Ich wollte einfach das tun, was ich immer tue: Einen guten Text schreiben. Das war 2013. Das war Storytelling. Nur florierte dieses Buzzword damals noch nicht so wie heute. Und wie es mit Blüten und Stilblüten manchmal so ist, so wachsen sie – je nach Pflege – mal wundervoll, mal gar nicht und manchmal über sich hinaus. Warum das so ist? An der perfekten Symbiose aus Faktenwissen und natürlich dem richtigen „Händchen“ oder besser am untrüglichen Gespür für gute Geschichten.

Was ist Storytelling?

Laut Wikipedia ist „Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“)(…) eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören aufgenommen wird. Die Zuhörer werden in die erzählte Geschichte eingebunden, damit sie den Gehalt der Geschichte leichter verstehen und eigenständig mitdenken. Das soll bewirken, dass das zu vermittelnde Wissen besser verstanden und angenommen wird. Heute wird Storytelling neben der Unterhaltung durch Erzähler unter anderem auch in der Bildung, im Wissensmanagement und als Methode zur Problemlösung eingesetzt.“  (Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Storytelling_(Methode)) Interessant: Von einem expliziten Einsatz im Marketing bzw. in der Werbung sowie dem Wissenstransfer durch Lesen ist nicht die Rede. Auch das derzeit gehypte „digital Storytelling“ bleibt (noch) unberücksichtigt.

Mit Storytelling Werte kommunizieren

Das Hervorheben impliziten Wissens trifft das, was Corporate Storytelling im Marketing und Online Marketing sowie in PR leisten kann sehr genau auf den Punkt. Denn durch die jeweiligen Geschichten, die ein Unternehmen – nach innen wie auch nach außen – kommuniziert, lassen sich die Werte, die das Unternehmen lebt erkennen. Bleiben wir einmal bei den eingangs erwähnten der Stories über die Jubilare: Alleine durch die Tatsache, dass es sich hier um langjährige Mitarbeiter handelt kommuniziert das Unternehmen durch das Sprachrohr seiner Angestellten einen sehr traditionellen Wert: Beständigkeit. Mit dem Wunsch nach Beständigkeit, gerade in unsicheren Zeiten wie heute, können sich sehr viele Menschen identifizieren. Und: Die Testimonials, in diesem Fall die Jubilare, die diesen Wert übermitteln, sind absolut authentisch und glaubhaft – und der eine oder andere Leser der Story, die einer regionalen Tageszeitung beilag – kannte diesen Mitarbeiter auch noch. Jackpot!

Anhand dieses Beispiels lässt sich auch sehr deutlich erkennen, was Storytelling nicht ist: Das reine Erzählen der Unternehmens-Historie. Dies ist nur ein Storytelling-Typ, der insbesondere bei traditionsreichen Familien-Unternehmen wirklich spannend sein kann! Storytelling kann aber viel mehr – allerdings  nur dann, wenn man wirklich begriffen hat,

  • wie man diese Methode richtig zum Einsatz bringt
  • wie man gute Stories entdeckt
  • wenn man sich einen Perspektivenwechsel traut
  • was gutes Storytelling ausmacht
  • und wenn man den Mut hat zu werben, ohne im klassischen Sinne zu werben.

Mehr hierzu in Kürze in meiner Blog-Serie Storytelling für Unternehmen Teil II: Storytelling – so geht’s!

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About Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.
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Über Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.

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