Wussten Sie schon,… dass Golf der schönste Sport ist, den man mit angezogener Hose ausüben kann?

Ein Plädoyer

Wussten Sie schon, dass Golf auf dem Weg ist, ein Breitensport zu werden und längst kein Sport mehr für Reiche und Superreiche ist? Das hat ziemlich viele gute Gründe.

Längst überholt und mehr als abgedroschen sind Sätze wie „Haben Sie noch Sex oder spielen Wasser Spring B17_nicoleSie schon Golf?“ Das Gegenteil ist der Fall: Wer tagsüber Golf spielt ist abends erst so richtig in Laune. Golfspielen steigert die Fitness und das allgemeine körperliche Wohlbefinden.
Der Fitnesstrip hat uns alle seit Jahren fest in der Hand. Viele der Sportarten, die wir ausüben, um möglichst lange fit zu bleiben, bescheren uns Gelenkprobleme und in der Folge schlechte Laune. Das Golfen hat auf die körperliche Fitness durchweg positive Auswirkungen.

 

Man legt pro Runde viele Kilometer zurück, je nach Platz sind es zwischen acht und zehn. Für einen Schwung sind etwa ein Viertel aller Muskeln des Körpers im Einsatz und man sollte keineswegs die sportliche Leistung, die eine Golfrunde dem Körper abverlangt unterschätzen. Natürlich bestimmt jeder selbst, wie „sportlich“ sein Einsatz ist, ob er ein Elektro-Caddy benutzt oder sein Bag selbst trägt, und ob er sein Handicap verbessern möchte und dafür hart trainiert oder mit dem aktuellen zufrieden ist. Aus diesem Grund ist der Golfsport für Jung und Alt die perfekte Sportart. Der 12jährige, der gerade seine Platzreife gemacht hat, kann problemlos mit den beiden Senioren und der Mittdreißigerin auf die Runde gehen und man möchte wetten, dass alle vier ihren Spaß haben werden.
Die Psychologie bescheinigt dem Golfsport, dass er der psychischen Entspannung wie der besseren Konzentration dient, einem Mehr an Selbstbeherrschung und dass ein Golfspieler viel über sich selbst lernt im Laufe der Zeit. Was für ein Spieler – und Mensch – bin ich? Kann ich einen verpatzten Ball mit einem Lächeln quittieren und mir vornehmen, den nächsten besser zu machen oder schreie ich laut „Sch…..“ und vermiese mir und meinen Flightpartnern die Runde – und im übrigen auch zwangsläufig und erwiesenermaßen meinen nächsten Ball? Beim Golfen ist Demut gefragt. Wer überheblich ist, bringt garantiert keinen schönen Schwung, und damit Schlag, zustande.
Vieles von dem, was sich beim Golfen abspielt, kann man eins zu eins auf andere Lebenssituationen übertragen, private wie berufliche. Ist man willens und stark genug, seine Schwächen zu erkennen und an sich zu arbeiten? Das hängt nicht zuletzt mit der Motivation zusammen, aus der heraus sich jemand für den Golfsport entscheidet. Hier wird ganz grob unterschieden zwischen denen, die einen angenehmen Sport an der frischen Luft in schöner Umgebung ausüben möchten und am anderen Ende der Skale jenen, die in erster Linie Golf spielen, um berufliche Kontakte knüpfen zu können. Um hier Missverständnissen vorzubeugen: Jede Motivation ist legitim und die verschiedenen Spielertypen finden meist schnell die „passenden“ Mitspieler.
Wer einmal mit dem Golfspielen angefangen hat, wird merken, dass dieser Sport schnell zur Sucht werden kann. Nach dem beruflichen Alltag nur noch raus und auf den Platz und durchatmen, der perfekte Ausgleich für Stress. Man braucht keine besondere Begabung oder Sportlichkeit, um auch in älteren Jahren noch einen ordentlichen Schwung lernen zu können und kann nach circa acht Wochen, je nach Zeit und betriebenem Aufwand, bereits die Platzreifeprüfung ablegen. Jede weitere Verbesserung des Handicaps und damit der spielerischen und sportlichen Leistung ist dem persönlichen Einsatz und Ehrgeiz jedes Einzelnen überlassen.
Viele Golfclubs bieten gerade jetzt Schnupperkurse und Schnuppermitgliedschaften an. Viele verzichten auch inzwischen auf hohe Aufnahmegebühren oder übertriebene Mitgliedsbeiträge. Zeit, sich verführen zu lassen und mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen.

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About Nicole Schley

Nicole Schley hat einen Magister in Politikwissenschaft, Jura und Amerikanistik, war 10 Jahre Politikberaterin und leitet heute ihr eigenes kleines Media-Büro. Ach ja, und sie ist seit 2014 die Erste Bürgermeisterin von Ottenhofen und leidenschaftliche Golfspielerin.
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Über Nicole Schley

Nicole Schley hat einen Magister in Politikwissenschaft, Jura und Amerikanistik, war 10 Jahre Politikberaterin und leitet heute ihr eigenes kleines Media-Büro. Ach ja, und sie ist seit 2014 die Erste Bürgermeisterin von Ottenhofen und leidenschaftliche Golfspielerin.

Ein Gedanke zu „Wussten Sie schon,… dass Golf der schönste Sport ist, den man mit angezogener Hose ausüben kann?

  1. Sabine Saldaña Bravo

    Liebe Nicole, es lebe der Golf-Sport! Wenn man dein Plädoyer so liest, wechseln die Klischees der „guten alten Zeit“ plötzlich ihre Farbe – und werden fröhlich grün. Vielleicht sollte ich dich einfach mal als Caddie begleiten? Neugierig bin ich auf jeden Fall geworden! Go Nicole, go green :-) Sabine

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