MINI. MAL. IST. Kapitel 4: Männersachen

Wir widmeten uns also von nun ab zwei geschlagene Stunden nur den Männern. Insbesondere natürlich dem derzeit an meiner Seite wandelnden. Ganz Projektmanagerin aus Passion, hielt sich Paula strikt an den Weg zum erfolgreichen Projekt: 20140504_110731

1. Anamnese, also herausfinden wo es weh tut.

2. Medikation, Ideen sammeln was helfen kann, damit es wieder „funzt“.

3. Heilung: das Geschenk!

 

 

Was dem Alois natürlich immer sauber auf den Keks geht, ist, wenn alle anderen – „ Mama, die anderen dürfen aber bis um acht draußen bleiben“ – also der Erwin und der Klaus, irgendetwas haben oder unternehmen dürfen, was meinem Liebsten verwehrt bleibt. Das waren in jüngster Vergangenheit: ein Fahnenmast mit Vereinsfahne im hauseigenen Garten, das neue iPhone XY keine Ahnung – erwähnte ich, dass ich mit der Gruppierung der Technikverweigerer sympathisiere? – eine Qaud-Tour durch den Bayerischen Wald für eine ganze Woche – ich wusste gar nicht, dass der Bayerische Wald so groß ist! – oder eine Kneipentour durch München – nach dem Oktoberfestbesuch! Da ist mein Alois auf Rücksicht auf mich nämlich nach der Wiesn nicht mehr mitgegangen. Und richtig, es gibt noch einen Unterschied zu seinen Freunden auf ewig: die beiden sind derzeit Single. Also eigentlich sind sie das schon immer, nur wenn sie dann doch mal von einer Frau gefragt werden, dann sind sie „hat grad zur Zeit“ ohne feste Bindung. Mich wundert dieser Zustand ehrlich gesagt nicht.

„Marlene, wenn dir eine dieser Entbehrungen als Geschenk gefällt, dann müssen wir an den Feinschiff ran oder weiter suchen“. Paulas Esprit ließ gerade etwas nach. Meiner auch. Ich stellte mir gerade vor, wie ich, eingewickelt in das Banner seines favorite Vereins versuchte, einen Fahnenmast in den Garten zu schleppen. Jämmerlich, sage ich nur. Nicht nur der Anblick meiner Wenigkeit, sondern das Gesamtpaket. „Dann“, so eine plötzliche Eingebung, „geh ich lieber auf den Schrottplatz und suche nach einer ORIGINAL-Vespa oder Schwalbe“. Da redet er seit einem Jahr ständig davon und murmelt dabei etwas von „Jungentraum“ und so …

Und da war es: das Geschenk. Paulas Augen strahlten. Ich blickte noch etwas unsicher. „Ausgmacht is“! Jetzt ging es nur noch um Details: herausfinden, was genau für meinen Alois eine „ORIGINAL-Vespa respektive Schwalbe“ ist, Farbfavoriten eruieren, das Ding finden, kaufen, einpacken – fertig! Wie gut, dass es das Internet gibt. Wir gaben also „ORIGINAL-Vespa“ in die Suchmaschine ein und fanden folgendes: Bilder, Zubehör, Helme und Abdeckplanen. Das alles sind natürlich nach seinem Jubeltag mal tolle Folgegeschenke, aber JETZT brauchten wir erst einmal die Basis. Die Vespa eben.

Es half alles nichts: ich musste mir eine Szene suchen, mich dort schmissig einbringen und ein Mega-ORIGINAL finden. Dafür hatte ich exakt noch 7 Tage und 13 Stunden Zeit. Dann stieg die Geburtstagssause. Und da musste ich brillieren. Wie auch immer!

Bild © Sabine Saldaña Bravo                                                                                     Fortsetzung folgt!

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About Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.
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Über Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.

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