MINI. MAL. IST. Kapitel 3: Bling, Bling – Überraschung!

Ja, ich weiß: Meine letzte Überraschung war nicht zu 100 Prozent en detail überdacht. Aber, dass es sich bei dem Jubilar und seiner angeborenen Liebe zum Teilen, tatsächlich um eineiige, täuschend ähnliche, Zwillinge handelte, ist ja nun wirklich nicht mein Verschulden!

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Rechnet man dann auch noch einen Toleranzbereich aufgrund meiner altersbedingten Sehschwäche von, sagen wir mal 98 Prozent hinzu, bin ich eigentlich völlig unschuldig daran, dass ich den vermeintlichen versuchten Ehebruch des Gatten meiner liebsten Freundin Hildi quasi im Keim erstickt habe. Oder dies zumindest ersticken wollte, wenn es denn wirklich er gewesen wäre, der aus Freiersfüßen wandelte, und nicht sein Zwillingsbruder…

 

Da es diesmal aber um eine Überraschung für meinen Herzbuben gehen sollte, ist eine derartige Verwechslung von vorneherein ausgeschlossen. Ich bin absolut auf der sicheren Seite und guter Dinge! Das einzige, was mir noch fehlt, ist eine zündende Idee. Ein echter Knaller. Eben einen „Burner“, wie man hier auf dem oberbayerischen Lande so schön polyglott sagt.

Von Alois` Kumpels Erwin und Klaus möchte ich mich nicht unbedingt inspirieren lassen. Denn – so meine Befürchtung – dann führt die Partie Surprise entweder ins Stadion oder ins Stadion. Also entweder zu unseren Provinzkickern oder in die Heilige Allianz Arena, weil „ … a jeds spui ist a dodale Überraschung! Da woast ja vorher nia, wer gwinnt, woast…“, so die schlüssige Argumentationskette der beiden Wadenfreunde – Busenfreunde klingt ja vielleicht doch zu mädchenhaft, obwohl das inhaltlich sicher auch zutreffend ist – nach je 3 bis 8 Bieren (pro Mann)zum gemeinsamen Brainstorming. Kurzum: Zur Überraschungsfindung taugen sie nicht. Aber vielleicht kann ich sie ja später mal mit geballter Man Power brauchen. Dies nur für den Fall, dass ich irgendetwas bauen, reparieren oder transportieren lassen möchte – zur Überraschung.

Wer sich bislang immer also besonders kompetente und auch trickreiche Beratungshilfe erwiesen hat, ist meine Nachbarin Paula. Ebenso wie ich, denkt sie auch mal kreativ über den Tellerrand hinaus – allerdings nicht immer ganz so weit hinaus wie ich. Sie ist praktisch meine natürliche Grenzpatrouille. Sie geht meinen Ideenweg so lange mit mir mit, bis es ihr zu gefühlvoll, zu unausgegoren, zu gefährlich oder einfach zu blöd wird.

Meine ersten drei Vorschläge eine „Einladung ins Musikantenstadl“, ein „Gutschein für eine Klangschalenmassage“ und ein „Gutschein für ein paar schöne Schuhe“, sprengten ohne Wenn und Aber Paulas Grenzen.

„Marlene“, sprachs mit Augendrehen nach ganz, ganz oben, “ der Alois ist ein gestandenes Mannsbild, und kein Mammibubi, der auf Schunkeln oder Schuhe steht, streng dich gefälligst einmal ein bisschen an!“

Also ich persönlich fand Paulas Reaktion ein wenig übertrieben. Schließlich, so meine feste Überzeugung, kann man schöne Schuhe einfach immer schenken. Aber natürlich bin ich auch offen für Neues. Deshalb maule ich auch kaum, als wir die Sache nun systematisch angehen. Nach Paulas System. Nicht nach meinem.

Fortsetzung folgt!

Bildrechte Sabine Saldana

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About Sabine Saldaña Bravo

Lesen war und ist meine Leidenschaft. Zum Schreiben bin ich erst über Umwege gekommen. Wenn ich mal nicht schreibe – was schon beruflich bedingt recht selten ist – tanze ich gerne Salsa und lese – mal wieder. Alles, was mir in die Quere kommt. Deshalb bin ich am allermeisten auf Eure Geschichten hier gespannt! :-) Ach ja: Mein täglich Brot verdiene ich mir als Texter oder besser als Texterin für Werbetexte rund um Erding und München.
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Über Sabine Saldaña Bravo

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