Archiv für den Monat: Dezember 2014

Warum Weihnachten weiß und still ist

Draußen hat es 31 Grad und ich esse Lebkuchen. Ich mache das zum ersten Mal und ganz ehrlich, es schmeckt irgendwie unpassend. Viel zu schwer. Und doch esse ich weiter. Aber nicht ganz so lange, wie bei winterlichen Temperaturen. Ich bin schneller satt und irgendwie spüre ich das ganze Fett auch schneller. Auf den Hüften und in meiner „Mitte“. An Weihnachten denke ich dabei nicht. Eher an meine Wäsche. Die aus dem Sommerurlaub.

Kuba

Da komme ich nämlich gerade her. Wie immer führt mich der Weg nach meiner Ankunft zuhause recht bald in den nächsten Supermarkt. Einkaufen eben. Und dieses Mal, Ende August, ist nicht nur der Urlaub endgültig vorbei, sondern, so scheint es, irgendwie schon das ganze Jahr. Es weihnachtet im Supermarkt und ich kaufe Lebkuchen. Aus reiner Neugier. Denn ich stecke noch mitten im Jahr. Es ist ein gutes Jahr. Das Jahr, in dem in meinem Einkaufswagen Grillfleisch neben Weihnachtsgebäck liegt.

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Weihnachten „Gefällt mir“

Ich habe es getan. Ich bin in Facebook und habe fünf Freunde. Im realen Leben ist das eine schöne Anzahl, denn wer ist schon wirklich ein Freund? In Facebook ist das nichts. Ich bin ein einsamer Wolf, der keine Gefällt-mir-oder-Gefällt-mir-nicht-Daumen verteilt und keine Party-, Tier- und Promifotos kommentiert, ja noch nicht mal ein eigenes Bild von sich präsentiert.

Bild-3

Darauf habe ich verzichtet. Diesen Part hat mein pubertierender Nachwuchs für sich reserviert. Und das ist auch der eigentliche Grund, weshalb ich in Facebook bin. Ich kontrolliere mein Kind. Online. Und dabei bin ich nicht allein.

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